Stuttgart: Schneller Stiftung - Erziehung zum Frieden

 
 
 

Kategorie

Mission, Ökumene, Entwicklungshilfe

Errichtet

2007

Zweck

Förderung der Schneller-Schulen im Libanon und in Jordanien

Vermögen

2,2 Millionen Euro

Form

Selbstständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts

 
 

Geschichte

„Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun, dann können sie das Gesicht der Welt verändern“ – dies war im Jahr 2007 die Motivation der damaligen Direktorin des Evangelischen Oberkirchenrats, Margit Rupp, gemeinsam mit den Gründungsstifterinnen und -stiftern die „Schneller  Stiftung – Erziehung zum Frieden“ durch den Evangelischen Verein für die Schneller Schulen (EVS) zu schaffen.

Deren Aufgabe ist es, Kinder aus sozial schwachen Familien zu Frieden und Toleranz zu erziehen und ihnen durch eine gute Schul- und Handwerksausbildung langfristige Lebensperspektiven zu eröffnen. An beiden Schulen leben christliche und muslimische Kinder, so dass die Stiftung auch das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Traditionen fördert. Die Arbeit solcher Schulen gibt Kindern in schwierigen Zeiten Hoffnung, vermittelt  ihnen Werte, befähigt sie zu einem friedlichen Zusammenleben und lässt ihnen eine solide Ausbildung zukommen.

Die Schneller Stiftung unterstützt der Johann-Ludwig-Schneller-Schule im Libanon und die Theodor-Schneller-Schule in Jordanien. Die Stiftung finanzierte Renovierungen an Tagesschule und Internat der Theodor-Schneller Schule sowie die Heizungsoptimierung und das neue Energiekonzept der Johann-Ludwig-Schneller Schule.

Johann Ludwig Schneller (1820 bis 1896) war ein schwäbischer Lehrer und Missionar, der in Jerusalem ein Waisenhaus ins Leben rief, und zwar für Flüchtlingskinder aus dem damals syrischen Libanon. 1940 wurde das Haus geschlossen. Als Nachfolgeeinrichtungen wurden in den 1950er Jahre die Schneller-Schule im Libanon und in Jordanien eröffnet.