Münsingen: Stiftung Kenia-Hilfe Schwäbische Alb

 
 
 

Kategorie

Mission, Ökumene, Entwicklungshilfe

Errichtet

2011

Zweck

Verbesserung der Lebensbedingungen sowie der schulischen und
beruflichen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in Kenia

Vermögen

52.000 Euro

Form

Unselbstständige Stiftung kirchlichen Rechts in
Trägerschaft des Kirchenbezirks Münsingen

 
 

Geschichte

Die Kenia-Hilfe Schwäbische Alb geht zurück auf eine langjährige Beziehung zwischen dem Kirchenbezirk Münsingen und der Presbyterianischen Kirche in Eldoret, die in den 1980er Jahren begann und durch wechselseitige Besuche geprägt war. Angesichts zunehmender Verelendung unter Kenias Jugend verwirklichten die Verantwortlichen im Jahr 2000 ein gemeinsames Projekt für Straßenkinder. Nachdem der Aufbau erfolgreich glückte, wurden Anfang 2008 in Folge politischer Unruhen Heim und Schule geplündert und niedergebrannt. Noch im selben Jahr fand der Neuanfang mit 130 ehemaligen Straßenkindern in Karai nahe Nairobi statt. Dort schloss sich die Kenia-Hilfe mit einer lokalen Frauengruppe zusammen und übernahm das Waisenheim mit Grundschule. Kindergarten, berufliche Schule, Farm und einkommensgenerierende Projekte kamen hinzu.

Knapp 30 Prozent der Kosten werden innerhalb des Projektes generiert, 70 Prozent werden aus Spenden finanziert. 90 Jungen und Mädchen zwischen fünf und 23 Jahren leben dort, 45 weitere werden bei ihren Familien betreut, und viele Jugendliche aus der Umgebung profitieren von der Einrichtung. Um ihr eine neue und stabile Basis zu sichern, wurde 2011 in Münsingen die „Stiftung Kenia-Hilfe Schwäbische Alb“ errichtet.

Neben der Sicherung von Grundbedürfnissen und Ausbildung begleitet das Projekt die Jugendlichen bis zum ersten Job. Schulen und Kinderheim sollen weiter ausgebaut und die Bezahlung von Lehrern und Sozialarbeitern, Nahrung und Medizin gesichert werden.