Stuttgart: Stiftung Zufluchtstätten Württemberg

 
 
 

Kategorie

Kinder, Jugendliche und Familie

Errichtet

1909

Zweck

Hilfe für junge Familien in Not

Form

Selbstständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts

 
 

Geschichte

Einer Initiative von Herzogin Wera höchstselbst verdankt sich die „Stiftung Zufluchtsstätten in Württemberg“, die 1909 ihre Arbeit aufnahm. Der Witwe von Herzog Eugen von Württemberg war nämlich 1908 bekannt geworden, dass eine überforderte Mutter ihren Säugling in Stuttgart in den Bahnhofsabort geworfen hatte. Damit künftig jungen Frauen in Not geholfen wird, sollten Zufluchtsstätten entstehen. Zufluchtsstätten wie das Weraheim in Stuttgart.

Getragen von einer Stiftung, die am 23. Dezember 1908 genehmigt wurde. Inzwischen bietet das Weraheim seit über hundert Jahren engagierte Hilfe und Wohnmöglichkeit für schwangere Frauen, Mütter, Väter und ihre Kinder an, die aufgrund persönlicher und familiärer Probleme eine intensive sozialpädagogische Betreuung benötigen. Die Frauen können, durch qualifizierte Mitarbeiterinnen betreut und beschützt, ihre Lebensperspektive entwickeln.

Das Weraheim unterstützt sie auf ihrem Weg in ein selbstverantwortliches Leben. Trotz solcher Hilfe werden immer wieder Babys ausgesetzt und sterben. Um derart verzweifelten Frauen ein Angebot zu machen und Leben zu retten, hat das Weraheim seit 2002 eine „Babyklappe“. Legt eine Frau ihre Kind in das Wärmebett der Babyklappe, wird das Kind umgehend medizinisch versorgt und einer Pflegefamilie anvertraut. Die Mutter jedoch kann sich anonym melden und Beratung anfragen und ihr Kind auch wieder zu sich nehmen. Um Stuttgarter Familien zu unterstützen hat das Weraheim sein Angebot der Kindertagesbetreuung mit drei öffentlichen Kitas in den letzten Jahren ausgebaut.