Kirchheim/Teck: Obere Kinderschulstiftung

 
 

Kategorie

Kinder, Jugendliche und Familie

Errichtet

1905

Zweck

Aufnahme und Förderung von Kindern im Vorschulalter

Vermögen

20.000 Euro, Grundstück, Gebäude

Form

Selbstständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts

 
 

Geschichte

Die 1905 in Kirchheim unter Teck gegründete „Obere Kinderschulstiftung“ geht auf Ernst Traub (1841 bis 1905) zurück. Ernst Traub hatte einige Zeit die Predigerschule in Basel besucht, konnte jedoch aufgrund eines schweren Nervenleidens den Beruf des Missionars nie ausüben. Den Kindern berufstätiger Eltern in der so genannten Vorstadt Kirchheims fühlte er sich besonders verpflichtet.

So wurde auf das Betreiben des vermögenden Ernst Traub schon im Jahre 1887 ein so genanntes  „Kinderschüle“ eingerichtet. Damit der Fortbestand des Kindergartens auch nach seinem Tod gesichert war, vermachte er 1905 seinen Besitz und sein Kapital der „Oberen Kinderschulstiftung“. Im Jahr 1962 war es nötig geworden, den Bau eines neuen Kindergartens in Angriff zu nehmen; so baute die Christuskirchengemeinde neben der Kirche den „Kindergarten Traub´sche Stiftung“. In den Jahren 2011 und 2012 Jahr wurde der Kindergarten erweitert und umgebaut und nahm dann unter dem  neuen Namen „Traubsche Kindertagesstätte“ seinen Betrieb auf.

Im Moment gibt es eine Gruppe für Unter-Dreijährige und eine für Über-Dreijährige. In einer „Atmosphäre der Geborgenheit und des Vertrauens“, so das Leitbild der Einrichtung, sollen die Kinder ihren Weg ins Leben finden. Neben gemeinsamem Singen, Spielen, Basteln, Kochen, Feiern und Bewegen sollen Kinder auf altersgerechte Weise Erfahrungen mit Werten und Formen christlichen Glaubens machen; nicht zuletzt, indem sie sich an den Festen der Gemeinde im Laufe des Kirchenjahres beteiligen. Zudem werden Sprachhilfen angeboten, und die Eltern werden am Kindergartenleben beteiligt sowie in Fragen der Erziehung beraten.