Isny: Evangelische Hospitalstiftung

 
 

Kategorie

Diakonie

Errichtet

1397 / 1887 

Zweck

Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Aufgaben

Vermögen

Immobilien, Grundbesitz, landwirtschaftliche Flächen, Wald

Form

Unselbstständige Stiftung kirchlichen Rechts in Trägerschaft der
Kirchengemeinde

 
 

Geschichte

Die „Evangelische Hospitalstiftung Isny im Allgäu“ ist mutmaßlich die älteste, heute einer evangelischen Kirchengemeinde zugeordnete Stiftung. Denn 1397 stiftete eine gewisse Elisabeth Bräwissin am Marktplatz von Isny ein Haus, damit darin ein Hospital zum Heiligen Geist betrieben werde. Nach einem Brand wurde es 1402 wieder aufgebaut, 1418 eine Kapelle angefügt und diente als Pfründnerhaus. In ein Pfründnerhaus kauften sich Bürger ein, um dort bei Krankheit oder im Alter wohnen zu können. Auch wies der Rat der Stadt fürsorgebedürftige Menschen in das Haus ein. Mit Einführung der Reformation nahm das Hospital insbesondere evangelische Pfründner auf und wurde bis 1971 als evangelisches Altersheim genutzt. Danach wurde es größtenteils abgerissen und neu gebaut. Erhalten blieben das gotische Erdgeschoss sowie Fresken im Treppenhaus.

In dem Haus befindet sich heute das evangelische Gemeindezentrum, benannt nach Paul Fagius (1504 bis 1549), der in Isny Lehrer und Pfarrer war. Seit 1887 das Vermögen der Stiftung – sie hatte zahlreiche Zustiftungen erhalten – zwischen bürgerlicher und kirchlicher Gemeinde aufgeteilt worden ist, verwaltet die Evangelische Kirchengemeinde Isny die Hospitalstiftung. Ihr verdanken sich unter anderem das ehemalige Kinderdorf Siloah, das Pflegezentrum Sonnenhalde und das Stephanuswerk.

Schwerpunkte der Arbeit sind die Vermietung von Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen, die sonst schwer geeignete Angebote finden, sowie die Förderung kirchlich-diakonischer Projekte.