Stiftung Martinskirche Sindelfingen

Martinskirche Sindelfingen

Martinskirche Sindelfingen

An Geschichte und Kostbarkeiten reich wie nicht viele Kirchen ist die Martinskirche in Sindelfingen. Sie geht auf eine Stiftung von Graf Adalbert II zurück, wurde ab 1050 wahrscheinlich auf den Grundmauern einer Kirche aus dem 7. Jahrhundert gebaut und im Jahr 1083 geweiht. 400 Jahre lang war sie Gottesdienstraum für ein weltliches (also nicht hinter Klostermauern lebendes) Chorherrenstift sowie für die örtliche Kirchengemeinde. 1477 nach Tübingen verlegt bildeten die Chorherren die personelle und geistige Basis für die dortige Universitätsgründung. Gemeindekirche wurde die Martinskirche im Zuge der Reformation 1534.
 
Baulich zeigt sich die 1132 fertiggestellte Martinskirche als dreischiffige, romanische Basilika mit Apsiden, Säulen, Rundbögen und einer 900 Jahre alten Tannenholzdecke. Zu ihren Kostbarkeiten zählt die flammenrote Tür im Westportal mit romanischen Beschläge aus dem 12. Jahrhundert; wer den Türring berührte, genoss Asylrecht. Im Boden der Kirche wurde 1973 ein Münzschatz aus derselben Zeit gefunden. Raritäten aus dem 17. und 18. Jahrhundert beherbergte die alte Pfarr- und Kirchenbibliothek in der Sakristei. Und unter den sechs Glocken zählt die Christusglocke mit 4.820 Kilogramm zu den größten und klangvollsten in Württemberg.

 

Dies zu erhalten – man denke an die zurückgehenden Mittel von Kirche und Kommune – , hat die evangelische Kirchengemeinde die „Stiftung Martinskirche Sindelfingen“ auf den Weg gebracht. Menschen wurden eingeladen, die Stiftung als Gründungsstifterinnen und Gründungsstifter mit einem soliden Anfangsvermögen auszustatten.

 

Am 4. Juli 2008 (auf den Tag genau zum 925. Weihe-Jubiläum) wurde die Stiftungsgründung gefeiert. Das Anfangskapital der Stiftung lag an diesem Tag bei 260.000 Euro, aufgebracht von 78 Gründungsstifter/innen; in einigen Jahren soll es dank zahlreicher Zustiftungen 500.000 Euro betragen. Denn nur die Zinserträge der Stiftung dürfen verwendet werden. Die Stiftung kann auch testamentarisch bedacht werden.

 

In dankbarem Respekt vor der Geschichte und mit vorausschauendem Blick auf die Zukunft soll diese Kirche als geistlich-geistiger Mittelpunkt der Stadt, als Ort Gottes und der Verkündigung in Wort, Musik und Gemeinschaft weiterhin erhalten und das Leben in ihr gestaltet werden.

 

Weitere Information: www.martinskirche-sindelfingen.de

 

Kontakt: Evang. Pfarramt, Pfarrer Hans-Martin Fetzer, Wolboldstraße 10, 71063 Sindelfingen

 
Da die Stiftung gemeinnützig ist, können Zuwendungen an das Grundstockvermögen der Stiftung bis zu einer Million Euro (gegebenenfalls auf zehn Jahre verteilt) abgesetzt werden; und zwar zusätzlich zu dem üblichen 20prozentigen Spendenabzug.
 
Zustiftungen (steuerlich absetzbar) sind herzlich willkommen an:
Adressat: Evang. Gesamtkirchenpflege Sindelfingen

IBAN: DE48 6035 0130 0003 0026 96, BIC: BBKRDE6B

Verwendungszweck: Stiftung Martinskirche Sindelfingen