Grußwort von Landesbischof Frank O. July

Geschichte und Gegenwart Württembergs sind stark von christlichen Traditionen und unserem evangelischen Glauben durchdrungen. Die lebendige Wertekultur des Christentums hat sich dabei mit einem fast beispiellosen Erfinder- und Ideenreichtum verbunden. Je mehr ich diese Verbindung betrachte, desto klarer sehe ich: Die einzigartige Einheit aus Bildung, Innovationskraft und Einsatz für das Gemeinwohl speist sich wesentlich gemäß dem Evangelium Jesu Christi aus Glaube, Liebe und Hoffnung.

Landesbischof Dr. h. c. Frank O. July

Das freut mich als Bischof wie als Mensch dieses Landes und zeigt mir gleichzeitig, wie wichtig das anhaltende Engagement unserer Kirche in den verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft ist. So bin ich voller Hoffnung, dass die Zukunft Württembergs sich weiter erfolgreich gestalten wird: auf der Basis unseres Glaubens und der darin vermittelten Werte.

 

Dankbarkeit für von Gott Erhaltenes 

Wenn Menschen aus tiefer christlicher Überzeugung selbst etwas tun oder eine gute Sache finanziell unterstützen, geschieht dies im Vertrauen auf Gottes Segen nicht weniger als aus Dankbarkeit für das von Gott Erhaltene oder aus Einsicht in das Wirken und Bestehen einer christlich geprägten Kultur. Der Segen des guten Werkes aber zeigt sich nicht immer sofort, auf längere Sicht aber stets.

 

Zum Beispiel Gustav Werner

Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen: Gustav Werner (1809 bis 1887) entwickelte vor mehr als 150 Jahren mit Weitsicht, optimalem Ressourceneinsatz und in evangelischer Freiheit ein Sozialwerk für Waisen. Manche stille Stifter unterstützten ihn dabei. Kindergärten, eine Industrieschule sowie eine eigene Maschinenfabrik bewahrten viele Menschen vor der Verelendung, indem zum Nutzen des Landes deren Talente erkannt und gefördert werden konnten. So war Wilhelm Maybach (1846 bis 1929) als Vollwaise ein Zögling Werners, der seine Chance hat nutzen können, indem er der Gesellschaft und Wirtschaft seines Landes großartige Impulse und bedeutende Leistungen hat zurückgeben können. Es lassen sich viele derartige Geschichten erzählen – von anhaltender Wirkung, von großer Bedeutung und bewusster Hinwendung.

 

Mein Wunsch ist es, dass Sie die Verbindung von schöpferischer Kraft und christlichem Glauben als Württembergische Identität erkennen und so die Gelegenheit wahrnehmen, Landes-, Bildungs- und Glaubensgeschichte mitzuschreiben.

 

Was uns Gott ans Herz legt

Gemeinsam können wir Ressourcen bündeln, Werte pflegen und dahin wirken, was uns Gott ans Herz gelegt hat: den Nächsten nicht zu vergessen, sondern zu lieben. Die Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg ermöglicht Ihnen, in einer starken Gemeinschaft Ihre persönlichen Schwerpunkte zu setzen.

 

In diesem Sinne lade ich Sie in unsere Stiftung
der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
ein. Für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Vertrauen
danke ich Ihnen sehr herzlich.

 

Ihr Landesbischof Frank Otfried July